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Reitplatz bewässern –
Das ist zu beachten

Ein ordentlicher Reitplatz ist eine wichtige Voraussetzung, um einen angenehmen und sicheren Reitbetrieb zu ermöglichen. Da der Boden permanent unter hoher Belastung steht, ist die richtige Pflege essenziell. Hierzu gehören das konsequente Entfernen von Verunreinigungen sowie das regelmäßige Abziehen der gesamten Fläche. Es ist aber ebenfalls ausgesprochen wichtig, den Reitplatz richtig zu bewässern.


Wir erklären Ihnen in diesem Artikel, wie Ihnen genau das im Handumdrehen gelingt.

Darum müssen Sie Ihren Reitplatz bewässern

Im Optimalfall hat der Boden eines Reitplatzes eine Eintrittstiefe zwischen einem und fünf Zentimetern, damit das Pferd problemlos und gefahrenfrei auf der Fläche auftreten kann. Um diesen optimalen Wert zu erreichen, ist eine regelmäßige und ordentliche Bewässerung für den Reitplatz unabdingbar. Der Boden darf weder zu trocken noch zu nass sein, damit sich eine gute und feste Tretschicht bilden kann.


Den Reitplatz richtig zu bewässern, schützt sogar vor unerwünschten Verschiebungen und sorgt für eine ordentliche Vermischung der verschiedenen Schichten. Sie schaffen also die besten Grundlagen für einen idealen Reitboden, der Pferd und Reiter die nötige Sicherheit bietet. Das minimiert auch das Verletzungsrisiko ganz erheblich, dem Reittiere oft unnötigerweise auf schlechten Böden ausgesetzt sind.

Bewässerung für Reitplatz: Die verschiedenen
Möglichkeiten im Überblick

Es gibt im Wesentlichen drei Möglichkeiten, wie Sie einen Reitplatz bewässern können. Hierzu gehören die Bewässerung per Hand, mit dem Fass sowie durch eine professionelle Beregnungsanlage. Alle drei Methoden haben ihre ganz eigenen Vor- und Nachteile, die wir Ihnen in den nächsten Abschnitten kurz vorstellen.

Bewässern per Hand

Die mit Abstand günstigste Methode ist es, den Reitplatz per Hand zu bewässern. Da diese Aktivität mit ausgesprochen viel Arbeit verbunden ist, eignet es sich vor allem für kleinere Flächen. Hierzu gehören insbesondere solche Flächen, die aufgrund von Sonneneinstrahlung oder Schattenfall womöglich zu wenig Wasser abbekommen. Dann lassen sich kleinere Abweichungen relativ schnell wieder ausgleichen, in geschlossenen Anlagen ist das jedoch eher selten notwendig.

Bewässern mit der Tonne

Bei der zweiten Option erfolgt die Bewässerung für den Reitplatz mit einer Tonne oder einem Fass, das an einem Traktor angebracht wird. Anschließend müssen Sie nur noch den Reitplatz abfahren und dabei das Wasser möglichst gleichmäßig verteilen. Diese Methode klappt schnell und ein Traktor ist oft bereits zum Abziehen vorhanden. Es kann aber unglaublich schwierig sein, eine gleichmäßige Verteilung zu gewährleisten. Ungeübte Fahrer können einen Bereich schnell unter Wasser setzen.

Bewässern dank
professioneller Anlage

Professionelle Betriebe setzen aber vor allem auf spezielle Anlagen, um den Reitplatz zu bewässern. Das funktioniert schnell, zuverlässig und besonders gleichmäßig, ist dabei auch nur mit sehr wenig Mehraufwand verbunden. Normalerweise erfolgt die Bewässerung durch einen feinen Nebel, der sich optimal auf dem Reitboden verteilen lässt. Moderne Software ermöglicht sogar die Programmierung von Zeitplänen, um während der Nacht den Reitplatz bewässern zu können.

Darauf müssen Sie beim Bewässern des
Reitplatzes achten

Wenn Sie sich für eine Methode entschieden haben, gibt es noch einige generelle Tipps zum richtigen Bewässern eines Reitplatzes. Halten Sie sich deswegen an die folgenden Schritte und Hinweise, um ein optimales Ergebnis zu erhalten.

 

  • Reitplatz zunächst abziehen: Damit der Boden das Wasser möglichst gleichmäßig aufnehmen kann, sollten Sie vor dem Bewässern unbedingt den Reitplatz abziehen. Dadurch entfernen Sie grobe Unebenheiten, Hufschläge und Verunreinigungen. Dann kann sich auch kein Wasser mehr darin ansammeln.
  • Auf Umwelteinflüsse achten: Besonders Reitplätze im Freien können stark von der Umwelt beeinflusst werden. Regen und Sonneneinstrahlung führen zu erhöhter Feuchtigkeit oder Trockenheit, selbst die Bepflanzung kann eine Rolle spielen. Behalten Sie das beim Bewässern im Hinterkopf und passen Sie bei Bedarf Ihre Mengen und Methoden an.
  • Tretschicht immer im Blick behalten: Letztlich dient die Bewässerung aber immer dazu, eine optimale Tretschicht zu gewährleisten. Stellen Sie also zu jederzeit sicher, dass genug Feuchtigkeit vorhanden ist, damit der Boden nicht austrocknet. Es darf aber nicht so viel Wasser vorhanden sein, dass es zu einer sprichwörtlichen Schlammschlacht wird.

 

Leider gibt es aufgrund der vielen verschiedenen Ausgangsbedingungen keine konkreten Faustregeln. Oft handelt es sich um einen Prozess, der auf dem Reitplatz neu zu lernen ist. Sie können aber jederzeit mit einem Trick den richtigen Feuchtegrad prüfen: Formen Sie per Hand eine Kugel aus dem Sand, diese darf weder bröckeln noch zerfließen.

Wenn der Sand dabei bröckelt, dann fehlt es dem Reitplatz an Feuchtigkeit. Schaffen Sie es hingegen gar nicht erst, eine Kugel zu formen, dann ist der Boden bzw. der Sand meistens einfach zu nass. Auf diese Weise haben Sie immer einen praktischen Indikator zur Hand.

Fazit: So bewässern Sie Ihren Reitplatz richtig!

Viele Reitplätze sind entweder zu trocken oder zu nass und stellen damit eine unnötige Gefahr für Pferd und Reiter dar. Dabei kann die richtige Bewässerung eigentlich ganz einfach sein. Moderne Systeme bewässern Ihren Reitplatz heutzutage fast schon von allein, alternativ geht das sogar mit einem Fass oder per Hand.

Ziehen Sie zunächst jedoch den Reitplatz ab und achten Sie auf die individuellen Umwelteinflüsse, die ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Bewässerung spielen können. Als Experte für Reitböden beraten wir Sie natürlich auch gerne dazu sowie zu allen weiteren interessanten Themen.

Nehmen Sie jetzt Kontakt auf – wir melden uns umgehend bei Ihnen.

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